Über 26 000 Bahnen beim Pößnecker Wasserfest zurückgelegt
Porträt
316 Teilnehmer sorgten für volle Bahnen im Stadtbad. Zu Spitzenzeiten tummelten sich gleichzeitig 50 Schwimmer im Becken. Foto: Mario Keim
Beim 1. Pößnecker Wasserfest schwimmen 316 motivierte Teilnehmer 26 392 Bahnen und sammeln damit Geld für Projekte der Vereins- und Jugendarbeit. Jetzt sind alle gespannt, was die Mühe wert war.
Pößneck. Das 1. Pößnecker Wasserfest war ein "voller Erfolg", wie Delia Hoffmann vom TSV 1858 Pößneck meinte. "Es wird sicherlich eine Neuauflage geben. Ob noch im alten, oder dann im neuen Bad, das wird man sehen", sagte die Pößneckerin seitens der Veranstalter. Ausgerichtet wurde das Wasserfest am Sonnabend im Stadtbad von insgesamt sieben Vereinen und Selbsthilfegruppen, federführend war der TSV 1858. Das Zwölf-Stunden-Schwimmen als Schwerpunkt der Veranstaltung hatte nicht nur das Ziel, Vereine und Nutzer des Stadtbades vorzustellen. Anliegen war zugleich, die Vereins- und Jugendarbeit in der Region zu fördern. So legten 316 Teilnehmer stolze 26 392 Bahnen zurück, was einer Länge von 527,84 Kilometer entspricht. Damit haben Jung und Alt theoretisch 13 196 Euro erschwommen. Denn in der Ausschreibung des Zwölf-Stunden-Schwimmens wurde angekündigt, dass die Kreissparkasse Saale-Orla pro geschwommener Bahn 50 Cent zur Verfügung stellt. Ob dieser Betrag tatsächlich zur Ausschüttung kommt, ist allerdings noch offen. Im Vorfeld sei von einer Obergrenze von 2000 Euro die Rede gewesen, erinnerte sich Jochen Marschall von der DRK-Wasserwacht. Torsten Turba, Abteilungsleiter beim TSV 1858, konnte nach Wettkampfende noch nicht sagen, welches Vereins- und Jugendprojekt in welcher Höhe gefördert wird, was aber gerade die Teilnehmer interessierte. "Wir müssen die Auswertung vornehmen. Als Veranstalter sind wir erst einmal stolz über das, was wir hier gemeinsam geleistet haben." Jeder Schwimmer entschied sich bei der Anmeldung für eines von dreizehn Projekten, die gefördert werden sollen. Außerdem hatte eine Jury die zehn besten Vorhaben bestimmt. Auch dieses Votum lag bis Redaktionsschluss nicht vor.
"Ich bin im vergangenen Jahr 500 Meter beim Blauen Band geschwommen", sagte Thomas Adolph, der am Sonnabend passable 6200 Meter zurückgelegt hatte. "Ich habe es einfach mal probiert", sagte der Pößnecker, der mit seinem Einsatz seinen Sohn TimonBergner unterstützten wollte, dessen Schule, die Grundschule in Pößneck-Ost, sich mit einem Projekt um die Förderung beworben hatte. Adolph war stolz auf seinen Sohn, der 1520 Meter schaffte. "Mit seinen sieben Jahren ist das ein beachtliches Ergebnis. Er hat erst im vergangenen Jahr sein Seepferdchen abgelegt." Mit je 10 080 Metern legten Felix Enke (9) und Benjamin Bergner (12) die längsten Strecken zurück. Beide gehören dem TSV 1858 an. "Vorgenommen hatte ich mir acht Kilometer, am Ende wurde es etwas mehr. Dafür war ich aber auch alle", sagte Enke, Enkelsohn des einstigen Pößnecker Schwimmidols Konrad Enke. "Es war ein schönes Miteinander und eine sichere Sache, da die Außenbahnen für die kleinen Kinder vorbehalten waren", sagte Marschall, der Gefallen daran fand, dass viele Eltern mit Kindern, "die gerade erst das Schwimmen erlernt hatten", dabei waren. "Für unser Meldesystem haben wir viel Lob erhalten, auch in der Halle klappte alles reibungslos", resümierte Tina Gaebler, die Chefin in der Halle war. "Es gab viele positive Reaktionen. Mich hat gefreut, dass wir auch viele Teilnehmer aus der Bevölkerung hatten."
Die Organisatoren des Schwimmens um das Blaue Band können zufrieden sein. Mit 184 Teilnehmern gab es am Sonnabend ein gutes Starterfeld, wenngleich im vergangenen Jahr 240 Schwimmer zu verzeichnen waren, doch im Jahr zuvor waren es nur 146.
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Special Olympics International ist die weltweit größte und vom Internationalen Olympischen Komitee offiziell anerkannte Sportbewegung für geistig und körperlich behinderte Menschen. In diesem Rahmen wird der 1. Thüringer Landeswettbewerb stattfinden. De Schwimmer aus Pößneck sind in Erfurt dabei.
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